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Darmkrebs (Kolorektales Karzinom) näher beschrieben...

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Industriestaaten. Besonders betroffen sind hiervon Erwachsene ab dem 50. Lebensjahr.

Ab dem 40. Lebensjahr sollte man unbedingt an den Krebsvorsorgeuntersuchungen teilnehmen, nur so kann Darmkrebs rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden. Darmkrebs bezieht sich auf bösartige Tumorbildung in den Schleimhäuten des Dick- und des Mastdarms.

Die Ursachen für Darmkrebs sind recht vielfältig. Überwiegend sind für die Entstehung der Tumore Darmpolypen verantwortlich. Doch nicht jede Art von Darmpolypen deutet auf Darmkrebs hin. Weiters haben Menschen, die an Darmkrankheiten, wie Morbus Crohn leiden, ein erhöhtes Darmkrebsrisiko, ebenso falsche Ernährung, Nikotin- und Alkoholmissbrauch, sowie Bewegungsmangel und Übergewicht. Den niedrigsten Prozentsatz machen genetische Veranlagungen aus.

Die Symptome werden von den Betroffenen häufig nicht erkannt, oder als harmlos eingestuft. Häufige Symptome sind Veränderungen der Stuhlentleerung (Verstopfung, Durchfall), ohne, dass man die Lebens- und Essgewohnheiten geändert hätte, sichtbares oder unsichtbares Blut im Stuhl. Letzteres kann mittels eines chemischen Tests nachgewiesen werden (Hämoccult-Test). Kommen weitere Beschwerden hinzu, wie anhaltender Müdigkeit, unbeabsichtigte Gewichtsabnahme, Blutarmut, sowie Appetitlosigkeit, sollte man den Weg in die Arztpraxis nicht länger hinauszögern. Je nach Größe des Tumors können im Darmbereich leichte bis starke Schmerzen auftreten.

Die notwendigen Untersuchungen beinhalten die Abtastung des Mastdarms mit dem Finger, eine Rektoskopie (Mastdarmspiegelung) und eine Koloskopie (Dickdarmspiegelung) werden ebenfalls durchgeführt. Im Zuge dieser Untersuchungen kann der Arzt auch Gewebeproben entnehmen um diese auf Krebszellen untersuchen zu lassen. Weiters können Ultraschalluntersuchungen, eine Computer Tomographie, sowie eine Skelettszintigraphie angeordnet werden. Diese dienen dazu, eventuelle Metastasenbildung in anderen Körperregionen aufzuspüren. Der Umfang der Behandlung hängt in erster Linie davon ab, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist. In sehr frühen Stadien kann der Arzt während einer Darmspiegelung kleinere Darmpolypen entfernen.

Wird Darmkrebs besonders früh entdeckt, kann eine umfangreichere Operation häufig vermieden werden. Wird ein chirurgischer Eingriff nötig, so wird in der Regel der betroffene Teil des Darmes entfernt. Nicht selten muss vorübergehend, oder leider in vielen Fällen auch dauerhaft ein künstlicher Darmausgang gelegt werden. Chemo- und Strahlentherapien sind vor und nach der Operation möglich und auch sinnvoll, in der Regel sind beide nach einer Krebsoperation notwendig.

Die Aussichten auf eine Heilung stehen sehr gut, sofern man den Krebs rechtzeitig entdeckt. Ist der Darmkrebs weit fortgeschritten, ist eine Heilung leider nicht mehr möglich.