Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom) näher beschrieben...
Anders, als "gewöhnliche" Erkrankungen der Schilddrüse (Über- bzw. Unterfunktion) ist Schilddrüsenkrebs eine relativ seltene Erkrankung, kommt jedoch immer wieder vor, deshalb sollte man ihm nicht weniger Beachtung schenken, als allen anderen Krebserkrankungen.
Krebs kann überall in der Schilddrüse vorkommen, in der Medizin unterscheidet man 3 Arten von Schilddrüsenkrebs. Diese drei Arten werden spezifiziert, je nach dem, wo sie ihren Ursprung in der Schilddrüse haben. So unterscheidet man zwischen differenzierten Karzinomen, medullären Karzinomen und undifferenzierten Karzinomen. Statistiken zur Folge erkranken Frauen an Schilddrüsenkrebs dreimal häufiger, als Männer.
Beim Schilddrüsenkrebs kann man die Ursachen relativ gut eingrenzen, deshalb kann man der Erkrankung auch gut vorbeugen. Schilddrüsenkrebs wird verursacht durch Bestrahlungen der Hals- und Kopfregionen, nukleare Unfälle und ähnliche Ereignisse. Nur einen geringen Prozentsatz machen genetische Veranlagungen aus. Schilddrüsenkrebs kann man vorbeugen, in dem man bei Röntgenaufnahmen am Kopf und Hals, sowie bei Röntgenaufnahmen beim Zahnarzt eine Bleiabdeckung verwendet. Diese halskrauseartigen Bleiabdeckungen sorgen für ausreichenden Schutz im Bereich der Schilddrüse.
Bei Nuklearunfällen ist die Einnahme von Jodtabletten empfohlen. So wird verhindert, dass das Schilddrüsengewebe strahlende Nuklide aufnehmen kann. Die Symptome eines bösartigen Schilddrüsentumors sind auf dem ersten Blick nicht von einem gutartigen Tumor zu unterscheiden. Deshalb sind weitere Untersuchungen notwendig. Nicht nur eine Gewebeprobe aus dem Tumor, sondern auch eine Szintigraphie und eine Ultraschalluntersuchung sind erforderlich.
Lautet die Diagnose auf Schilddrüsenkrebs, wird sofort mit einer Behandlung begonnen. Die Behandlung besteht aus mehreren Etappen. Als Erstes wird eine Operation durchgeführt. Nach der Operation sind eine Radiojodbehandlung, Schilddrüsenhormontherapie, sowie eine Strahlentherapie nötig. Eine Chemotherapie entfällt fast in allen der Fälle. Wie bei allen anderen Krebserkrankungen ist auch beim Schilddrüsenkrebs eine Nachbehandlung sehr wichtig.
Im Rahmen der Nachbehandlung wird die Schilddrüse regelmäßig auf Reste von Tumorzellen untersucht, zudem wird das Blut regelmäßig auf Thyreoglobulin untersucht. Thyreoglobulin ist ein so genannter Tumormarker, der im Blut nachweisbar ist. Zudem wird auch eine Ganzkörperszintigraphie durchgeführt, um Metastasenbildung rechtzeitig zu entdecken und sofort behandeln zu können. Die Häufigkeit der Kontrolluntersuchungen wird vom Arzt festgelegt und jedem Patienten wird dringend dazu geraten, diese Termine einzuhalten, auch dann, wenn man keine Beschwerden hat. So kann man die Heilungschancen optimal erhöhen.
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