Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) näher beschrieben...
Speiseröhrenkrebs tritt bei Männern häufiger auf, als bei Frauen. Als Ursache können Alkohol-, und/oder Tabakkonsum genannt werden, neben scharfen und heißen Speisen. Auch Narben durch Verätzungen durch Säuren können die Entstehung von Krebsgeschwülsten begünstigen.
Speiseröhrenkrebs macht sich leider erst relativ spät bemerkbar, da hier so gut wie keine Symptome auftreten, die auf eine Krebserkrankung hindeuten könnten. Schluckbeschwerden, Heiserkeit und allgemeines Unwohlsein sind bereits Spätsymptome. Wird jedoch Speiseröhrenkrebs einigermaßen früh erkannt, kann man ihn relativ gut behandeln. Für die Diagnose sind einige Untersuchungen erforderlich, so zum Beispiel die Speiseröhrenspiegelung (Ösophagoskopie), sowie die Entnahme von Gewebeproben, die auf Krebszellen untersucht werden müssen. Auch eine Röntgenuntersuchung der Speiseröhre (mit einem Kontrastmittel) kann durchgeführt werden. Natürlich werden auch hier weitere Untersuchungen angestrebt, um festzustellen, ob der Krebs bereits Metastasen in anderen Organen gebildet hat. Hier kommen die üblichen Geräte wieder zum Einsatz. Ultraschall, Computertomographie, oder Kernspin-, bzw. Magnetresonanztomographie.
Bei der Behandlung muss man einige Aspekte berücksichtigen. Kann der Krebs noch operiert werden, so bestehen noch gute Chancen auf Heilung. In diesem Fall muss der Tumor vollständig entfernt werden, um einer Heilung die bestmögliche Grundlage bieten zu können. Je nach dem, wo sich der Tumor befindet, bzw. wie groß er ist, kann es unter Umständen notwendig sein, die Speiseröhre teilweise, oder gar komplett zu entfernen. Hier muss die fehlende Speiseröhre dann natürlich ersetzt werden. Hierfür haben die Chirurgen allerdings so ihre Methoden, beispielsweise der so genannte Magenhochzug. Ist die Entfernung, oder Zerstörung des Tumors nicht mehr möglich, kommt die Chemotherapie und die Strahlentherapie zum Einsatz.
Diese beiden Behandlungsmethoden werden allerdings häufig als Palliativbehandlung praktiziert, das heißt, die Erhöhung der Lebensqualität soll erreicht werden. Ist die Nahrungspassage behindert, so kann auch eine Ernährungsfistel, oder ein Stent eingesetzt werden.
Ziel ist es immer, dem Patienten die Nahrungsaufnahme wieder zu ermöglichen und die Schluckfunktion weitestgehend wieder herzustellen. Die Überlebenschancen trotz behandelten Ösophaguskarzinoms sind nicht besonders gut. Nur wenige Patienten überleben die ersten 5 Jahre mit dem Krebs. Vorbeugen kann man nicht wirklich, doch das Risiko kann gesenkt werden, wenn man mit dem Rauchen aufhört, auf den Genuss von Alkohol verzichtet sowie in dem man scharfe Speisen meidet. Speisen sollten ebenfalls nicht zu heiß gegessen werden.
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